Kirchensteuerabzug (von Kapitalerträgen)

Ab 2014 hat sich beim Abzug der Kirchensteuer einiges geändert.

Bisher hatte der Steuerzahlende das Wahlrecht, dem Kreditinstitut die Konfession mitzuteilen und dieses vor Jahresbeginn mit dem Einbehalt der Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer (8 % bzw. 9 % des Abgeltungssteuerbetrages) zu beauftragen, oder den Kirchensteuerabzug erst später durch das Finanzamt über die Veranlagung zur Einkommensteuer durchführen zu lassen.

Seit 2014 müssen die Kreditinstitute jährlich zwischen dem 1. August und dem 30. September beim Bundeszentralamt für Steuern anfragen, ob die Kunden zum 31. Juli des Jahres kirchensteuerpflichtig waren. Das Amt teilt dem Kreditinstitut dann die Kirchensteuerpflicht samt dem für die Religionsgemeinschaft geltenden Kirchensteuersatz mit. Das Institut ist nunmehr seit 2014 verpflichtet, den Kirchensteuerabzug durchzuführen und den Steuerbetrag automatisch an das Finanzamt weiterzuleiten. Ein Wahlrecht für den Kunden gibt es damit nicht mehr.

Eine einmalige Abfrage anlässlich einmaliger oder unregelmäßig zufließender Erträge aus Versicherungsleistungen ist zusätzlich zulässig. Diese Abfrage ist jedoch anzukündigen. Der Übermittlung seiner Daten zur Religionszugehörigkeit an Kreditinstitute kann jeder Kirchensteuerpflichtige widersprechen. Jedoch ist der Widersprechende dann zur Nachveranlagung der Kirchensteuer über seine Steuererklärung verpflichtet.

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Alle Angaben über den Kirchensteuerabzug (von Kapitalerträgen) ohne Gewähr.