Lohnfortzahlung

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber ist fĂŒr 6 Wochen gesetzlich festgelegt, kann durch Tarifvertrag oder Einzelarbeitsvertrag festgelegt bis zu maximal 78 Wochen betragen. Erst nach der 6-Wochen-Frist springt die Krankenkasse durch die Zahlung von Krankengeld ein. Die Lohnfortzahlung gewĂ€hrt dem Arbeitnehmer den vollen Ersatz der sonstigen BezĂŒge, wobei das Krankengeld nur 70 % des Bruttolohnes betrĂ€gt, jedoch nicht mehr als 90 % des letzten Nettoeinkommens. (Voraussetzung zur Lohnfortzahlung ist, dass eine mindestens 4wöchige Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse besteht und die ArbeitsunfĂ€higkeit Ă€rztlich bestĂ€tigt ist. Anspruch haben alle voll- oder teilzeitbeschĂ€ftigten Arbeitnehmer, einschließlich Auszubildende, Minijobber und Aushilfen.

 

Das Krankengeld ist beitragsfrei zur gesetzlichen Krankenversicherung, BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung mĂŒssen weiterhin gezahlt werden. Zudem ist das Krankengeld steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt und muss somit im Lohnkonto und auch auf der Lohnsteuerbescheinigung aufgefĂŒhrt werden.

 

Wichtig: Krankheitstage, die sich auf dasselbe Leiden beziehen, werden innerhalb eines Jahres zusammengerechnet. Wer beispielsweise im MĂ€rz wegen eines Knochenbruchs krank war und im November wegen dieses Bruchs erneut krankgeschrieben wird, muss beide Krankheitsabschnitte zusammenrechnen. So werden die 6 Wochen schneller erreicht und der Arbeitgeber ist von der Leistung frei, da dann die Krankenkasse ĂŒbernimmt. Andererseits kann ein Arbeitnehmer weit mehr als 6 Wochen im Jahr krank sein und Lohnfortzahlung des Arbeitgebers beanspruchen, wenn er jedes Mal wegen einer anderen Erkrankung nicht arbeiten konnte.

 

Tritt die Krankheit wĂ€hrend eines ruhenden ArbeitsverhĂ€ltnisses ein (z.B. Elternzeit), wird keine Lohnfortzahlung fĂ€llig. Änderungen, die eine verĂ€nderte Lohnzahlung zur Folge haben, werden auch bei der Lohnfortzahlung berĂŒcksichtigt. So zum Beispiel tarifliche Erhöhungen, die wĂ€hrend der Krankheit in Kraft treten.

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Alle Angaben zur Lohnfortzahlung ohne GewÀhr.