Lohnpfändung

Die Lohnpfändung ist eine Art der Zwangsvollstreckung, der sich Gläubiger bedienen können. Sie müssen dies beim zuständigen Gericht beantragen, das dem Arbeitgeber dann wiederum einen Pfändungsbeschluss übersendet. Die gesetzlichen Regelungen dafür sind in der ZPO ab § 828 ff. festgeschrieben. Voraussetzung für die Beantragung der Lohnpfändung ist ein vollstreckbarer Titel, der etwa durch einen Gerichtsbeschluss erwirkt wurde.

 

Mit diesem setzt für den Arbeitgeber eine Verpflichtung zur Einbehaltung des pfändbaren Einkommens ein und er wird zum Drittschuldner. Ihm obliegt die Berechnung, indem er zunächst das pfändbare Bruttoeinkommen ermitteln muss. Hier werden gegenüber dem klassischen Bruttoeinkommen bestimmte Gehaltsteile nicht berücksichtigt, wie beispielsweise Jubiläumszuwendungen. Ist dieses Bruttoeinkommen ermittelt, wird ein Nettoeinkommen berechnet, indem Sozialversicherungsbeiträge und Steuern abgezogen werden.

 

Nun steht das pfändbare Nettoeinkommen fest und es erfolgt das Ablesen des Freibetrages in der aktuellen Pfändungstabelle, wobei die Zahl der Unterhaltsberechtigten des Mitarbeiters Berücksichtigung findet. Somit kann abgelesen werden, welcher Betrag für die Pfändung zur Verfügung steht. Ist dem Arbeitgeber ein Pfändungs-und Überweisungsbeschluss zugegangen, muss der den pfändbaren Betrag an den angegebenen Gläubiger überweisen.

 

Die gesetzeskonforme Berechnung durch den Arbeitgeber sowie dessen ordnungsgemäße Überweisung des pfändbaren Einkommensteils an den Gläubiger sind unbedingt einzuhalten, da sonst der Drittschuldner in der Pflicht gegenüber dem Gläubiger steht.

 

lohndirekt erstellt im Rahmen der laufenden Lohnabrechnung für seine Kunden alle Arbeiten und Berechnungen rund um die Lohnpfändung. Diese Arbeiten sind bei lohndirekt eine Inklusivleistung, so wird der Arbeitgeber nicht mit zusätzlichen Kosten belastet und erhält durch eine korrekte Berechnung Sicherheit.

 

Alle Angaben über die Lohnpfändung ohne Gewähr.