Lohnsteueraußenprüfung bzw. Lohnsteuerprüfung

Der Arbeitgeber hat neben den Sozialversicherungsbeiträgen auch die Lohnsteuer ordnungsgemäß an das zuständige Finanzamt abzuführen. Ob der Arbeitgeber dies richtig gemacht hat, prüft ein vom Finanzamt eingesetzter Außenprüfer im Wege der Lohnsteueraußenprüfung gemäß § 42f EStG. Ist die Prüfung auf die wesentlichen Besteuerungsgrundlagen beschränkt, wird diese als abgekürzte Lohnsteueraußenprüfung bezeichnet.

Die Mitteilung, dass eine Lohnsteueraußenprüfung stattfinden soll und der genau Zeitpunkt müssen mindestens zwei Wochen vor Beginn der Prüfung zusammen mit einer schriftlichen Prüfungsanordnung angekündigt werden. Unter gewissen Umständen, wie zum Beispiel Krankheit des Lohnbuchhalters, kann der Beginn der Prüfung verschoben werden.

Als Arbeitgeber hat man zu gewährleisten, dass für den Prüfer ein geeigneter Arbeitsplatz und alle benötigten Hilfsmittel verfügbar sind. Sollten beispielsweise die Unterlagen nur in Form von Dateien verfügbar sein, müssen entsprechende Lesegeräte zur Verfügung gestellt werden. In den „Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“ (kurz GDPdU (link zum Glossar GDPdU)) sind die Einzelheiten zu Aufbewahrung digitaler Unterlagen geregelt.

Für die Prüfung kann es gegebenenfalls auch erforderlich sein, alle sonstigen Buchführungsunterlagen vorzulegen, dies liegt im Ermessen des Prüfers.

Der Prüfer muss am Ende der Prüfung den Arbeitgeber über mögliche steuerliche Auswirkungen unterrichten, es sei denn, es ergeben sich keine Änderungen in der Besteuerung. Der Arbeitgeber erhält einen Prüfungsbericht.

Bei dem Verdacht einer Steuerstraftat, dürfen die Ermittlungen beim Arbeitgeber erst fortgesetzt werden, wenn dieser darüber informiert wurde, dass ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde.

 

Alle Angaben über die Lohnsteueraußenprüfung ohne Gewähr.