Märzklausel

Die vom 01.01. bis 31.03. eines Jahres geleisteten Einmalzahlungen müssen dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahrs (letzter Monat des Vorjahres) zugerechnet werden, wenn das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis bereits im Vorjahr bestanden hat und die Einmalzahlung zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze des aktuellen Jahres in der Sozialversicherung übersteigt (§ 23a Abs. 4 SGB IV).

Ein Beispiel für die Berechnung der Märzklausel:

Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung 2014 (west): monatlich € 4050,00

Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung 2014 (west): monatlich € 5950,00

Monatliches Arbeitsentgelt: € 3000

Einmalzahlung im März: € 3500

Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt bis März 2014: € 3000,00 X 3 = € 9000,00

anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung bis März 2014:
€ 4050,00 X 3 = € 12150,00

anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung bis März 2014:
€  5950,00 X 3 = € 17850,00

€ 9000,00 + € 3500  = € 12500,00

Die Einmalzahlung übersteigt zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung. Somit ist die Einmalzahlung nach der Märzklausel dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres zuzurechnen. Also gelten jetzt die Beitragsbemessungsgrenzen des Vorjahres.

Einmalzahlungen sind gemäß § 23a SGB lV Zuwendungen, die dem Arbeitsentgelt zuzurechnen sind und nicht für die Arbeit in einem einzelnen Entgeltabrechnungsraum gezahlt werden. Beispiele sind Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Tantieme.