Midijob

Als Midijob bezeichnet man eine Beschäftigung in der sogenannten Gleitzone (Niedriglohnbereich), siehe § 20 SGB IV. Der Verdienst in der Gleitzone liegt zwischen € 450,01 und € 850,00. Während bei einem Minijob die geringfügige Beschäftigung versicherungsfrei bleibt, ist das Entgelt in der Gleitzone versicherungspflichtig. Ziel ist es, den Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung attraktiver zu gestalten, ohne den Beschäftigten mit den vollen Beitragssätzen zu belasten. Der Arbeitnehmer zahlt nur einen reduzierten Sozialversicherungsbeitrag. Dieser steigt linear bis zum vollen Satz an der Gesamtsozialversicherung an. Der Arbeitgeber hat den vollen Beitragsanteil von insgesamt 19,325% (Wert per 2015) zu tragen.
Die Berechnungsgrundlage für die Sozialversicherungsbeiträge erfolgt nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Formel, die im Internet zu finden ist, z.B.: http://www.krankenkassen-direkt.de/gleitzonenrechner.

Der Vorteil für den Arbeitnehmer liegt darin, dass er trotz der geringen Beiträge vollen Schutz in der Krankenversicherung und Anspruch auf Arbeitslosengeld erwirbt. Bei mehreren Beschäftigungen jedoch ist das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt maßgebend. Auch Einmalzahlungen gehören zum regelmäßigen Arbeitsentgelt.

Die steuerliche Berechnung erfolgt auf Grundlage der jeweiligen persönlichen Steuermerkmale. Die besonderen Regelungen zur Beitragsberechnung in der Gleitzone gelten nicht für Personen in der Berufsausbildung, im Praktikum oder in Altersteilzeit.

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Alle Angaben über den Midijob ohne Gewähr.