Pauschalierung der Lohnsteuer


Pauschalierung der Lohnsteuer

Die Pauschalierung der Lohnsteuer ist ein Verfahren zur Vereinfachung des deutschen Lohnsteuerrechts. In einigen Fällen ist die Lohnsteuer für den Arbeitslohn pauschal zu erheben (häufig auch Pauschsteuer genannt).

Ohne dieses Vereinfachungsverfahren wäre die Berechnung, Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer nach den individuellen Besteuerungsmerkmalen des einzelnen Arbeitnehmers für den Arbeitgeber mit erheblichen Schwierigkeiten und beträchtlichem Arbeits- und Kostenaufwand verbunden. Zusätzlich ergeben sich meist noch erhebliche Steuervorteile durch die Vereinfachung. Bezieht zum Beispiel der Arbeitnehmer noch andere Einkünfte und muss diese mit einem höheren Grenzsteuersatz versteuern, kann durch pauschal versteuerte Entgeltanteile wie zum Beispiel ein Sachbezug in Form eines Firmenwagens ein nicht unerheblicher Teil der Lohnsteuer eingespart. Auch für den Arbeitgeber ergibt sich zum Beispiel durch den Wegfall des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung ein Vorteil.

Unter anderem gibt es folgende pauschale Lohnsteuersätze:

  • 2,00 % Zahlungen an geringfügig entlohnte Beschäftigte
  • 15,00 % Firmenwagenüberlassung für Fahrten zum Arbeitsplatz
  • 25,00 % Mahlzeiten, die verbilligt oder unentgeltlich abgegeben werden
  • 30,00 % betriebliche Geschenke

Es besteht bei einem 450-Euro-Job (Minijob) die Möglichkeit einer pauschalen Lohnsteuer von insgesamt 2,00 % des Arbeitsentgelts. Der Arbeitgeber eines Minijobbers bestimmt als Steuerschuldner die Art der Besteuerung. Bei einer Entscheidung für die Pauschsteuer, kann der Arbeitgeber den Betrag auf den Arbeitnehmer abwälzen, indem er ihn vom Arbeitsentgelt einbehält.

Pauschalierung der Lohnsteuer für Sachzuwendungen

Sachzuwendungen werden häufig in folgenden Formen gewährt:

  • kostenlose oder verbilligte Überlassung von Wohnungen
  • Verpflegung
  • kostenlose oder verbilligte Überlassung von Waren oder Dienstleistungen
  • Firmenwagen
  • verbilligte Überlassung von Darlehen

Allgemein ist anzumerken, dass ein Sachbezug außer Ansatz bleibt, wenn – nach Abzug des vom steuerpflichtigen Arbeitnehmer gezahlten Entgelts – € 44,00 im Kalendermonat nicht überschritten werden. Sachbezüge sind steuerfrei, soweit sie aus dem Arbeitsverhältnis insgesamt € 1080,00 im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Ist ein Sachbezug nicht überwiegend für den Bedarf des Arbeitnehmers erbracht worden, gilt als tatsächlicher Sachbezugswert der um vier Prozent geminderte Endpreis.

 

Nach § 37b (1) EStG heißt es:

„Steuerpflichtige können die Einkommensteuer einheitlich für alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten

1.betrieblich veranlassten Zuwendungen, die zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder Gegenleistung erbracht werden, und

  1. Geschenke im Sinne des § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1,die nicht in Geld bestehen,

mit einem Pauschsteuersatz von 30 Prozent erheben.“

Die pauschal besteuerten Sachzuwendungen bleiben bei der Ermittlung der Einkünfte des Empfängers außer Ansatz.

 

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Alle Angaben über die Pauschalierung der Lohnsteuer ohne Gewähr.