Winterausfallgeld

Das Winterausfallgeld ist eine ehemals als Schlechtwettergeld bekannte Regelung über Entschädigung ausgefallener Arbeit an Bauarbeiten aufgrund von schlechten Witterungsverhältnissen. In der potentiellen Schlechtwetterzeit vom 01.11. bis zum 31.03. kann diese Entschädigung bei der Bundesanstalt für Arbeit über das zuständige Arbeitsamt beantragt werden, wenn die Arbeit an einem Arbeitstag mindestens eine Stunde aus zwingenden witterungsbedingten Gründen ausfallen muss.

Finanziert wird das Winterausfallgeld durch die Umlage der Betriebe des Baugewerbes. Die Winterbeschäftigungsumlage beträgt 2,00 % der Bruttolohnsumme aller im Betrieb beschäftigten gewerblichen Mitarbeiter.  Die Umlage wird anteilig vom Arbeitgeber in Höhe von 1,20 % und vom Arbeitnehmer in Höhe von 0,80 % aufgebracht. Um diesen Beitrag vermindert sich der auszuzahlende Nettolohn.  Der Arbeitgeber hat den gesamten Umlagebetrag abzuführen.

Arbeitnehmer haben von der 1. bis zur 30. Ausfallstunde einen Anspruch auf den persönlichen Stundenlohn, weil diese Stunden durch Vorarbeit (Ansparung von Überstunden), Nachtarbeit (Ausgleich von Minusstunden) oder Anrechnung von 3 Urlaubstagen (d.h. pro Urlaubstag werden 10 Arbeitsstunden angerechnet) abgedeckt werden können. Von der 31. bis zur 100. Ausfallstunde erstattet das Arbeitsamt dem Betrieb dieses Ausfallgeld und zusätzlich die Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung. Der Arbeitnehmer erhält nun nicht mehr den vollen Stundenlohn, sondern eine Lohnersatzleistung von 60,00 % oder 67,00 % vom üblichen Nettolohn. Ab der 101. Ausfallstunde finanziert die Bundesagentur für Arbeit das sogenannte Schlechtwettergeld. Die Beiträge zur Sozialversicherung trägt der Arbeitgeber. Das Schlechtwettergeld beträgt, je nach Familienverhältnissen, ebenfalls 60,00 % oder 67.00 % vom üblichen Nettolohn.

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Alle Angaben über das Winterausfallgeld ohne Gewähr.