Zeitarbeit

Zeitarbeit auch Arbeitnehmerüberlassung, Mitarbeiterüberlassung, Personalleasing oder Leiharbeit genannt, ist die Überlassung der Arbeitskraft eines Arbeitnehmers von seinem Arbeitgeber (Verleiher), an einen Dritten (Entleiher). Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen dem Arbeitgeber, der Zeitarbeitsfirma als Verleiher, und dem Arbeitnehmer. Zwischen dem Verleiher und Entleiher wird ein Vertrag über die Arbeitnehmerüberlassung geschlossen.

 

Es entsteht damit eine Dreiecksbeziehung zwischen Verleiher, Arbeitnehmer und Entleiher.

Diagramm Zeitarbeit

 
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) stellt die Grundlage für die Tätigkeit des Verleihers dar.

Alle arbeits- und tarifvertraglichen sowie gesetzlichen Vereinbarungen wie z. B. der Kündigungsschutz sind wie bei jedem anderen Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Verleiher geregelt. Allerdings werden teilweise die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers (Verleiher) wie z. B. die Einhaltung des Arbeitsschutzes auf den Entleiher übertragen. Die Haftung des Verleihers beschränkt sich nur darauf, dass der Leiharbeitnehmer der angeforderten Qualifikation entspricht, eine Gewährleistung durch den Verleiher für die Qualität der geleisteten Arbeit, mangelnde Arbeitsleistung oder gar Arbeitsausfall ist ausgeschlossen.

 

Das Weisungsrecht hat hierbei der Entleiher und damit unterscheidet sich ein Leiharbeitnehmer von einem Arbeitnehmer eines Subunternehmens, der zwar auch fĂĽr ein anderes Unternehmen arbeitet, aber nicht an die Weisungen dieses Unternehmens gebunden ist.

 

Der zwischen Verleiher und Entleiher vereinbarte Stundensatz für die zu leistende Arbeitszeit des Leiharbeitnehmers ist nicht identisch mit dem Lohn des Arbeitnehmers, da das verleihende Unternehmen vom Entleiher eine Entleihgebühr erhält.

 

Seit Januar 2014 gilt in der Zeitarbeit ein Mindeststundenentgelt von derzeit € 7,86 (Ost) und € 8,50 (West). Aber trotz des Mindeststundenentgelts profitiert sehr oft der Entleiher indirekt durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern und zwar dann, wenn die Tarifverträge, die für die Branche des Entleihers gelten, höhere Arbeitsentgelte vorsehen als die Tarifverträge der Zeitarbeitsbranche. Zudem kann der Entleiher bei Nachfragespitzen seinen Arbeitskräftebedarf decken und braucht so in den meisten Fällen nur eine kleinere Stammbelegschaft vorhalten.

 

Mit Stand November 2010 gibt es in Deutschland mehr als 11.500 Zeitarbeitsfirmen also Verleiher mit ca. 2 % Arbeitnehmern (ca. 900.000 Zeitarbeiter). Die bekanntesten umsatzstärksten Zeitarbeitsfirmen sind Randstadt, Adecco, Persona Service und Manpower.

 

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Alle Angaben zur Zeitarbeit ohne Gewähr.