Lohnsteueranmeldung mit elektronischem Übertragungsdatum (ELSTER)

Der Arbeitgeber hat anhand einer Lohnsteuertabelle die Lohnsteuer der Arbeitnehmer zu ermitteln. Hierfür benötigt er die auf der Lohnsteuerkarte (ab 01.01.2013 elektronisch abrufbar via ELStAM) oder Ersatzbescheinigung oder Bescheinigung über elektronische LSt-Abzugsmerkmale eingetragene Lohnsteuerklasse und eventuell eingetragene Freibeträge des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber hat die Lohnsteuer nach Steuerklasse 6 einzubehalten, wenn der Arbeitnehmer keine Lohnsteuerkarte vorlegt. Die Lohnsteuer kann unter bestimmten Voraussetzungen auch pauschaliert werden. Wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer ermittelt hat, wird diese vom Arbeitslohn des Arbeitnehmers einbehalten.

 

Der Arbeitgeber hat nun spätestens 10 Tage nach Ablauf des Lohnsteuer-Anmeldezeitraums die Lohnsteueranmeldung bei dem für die Betriebstätte zuständigen Finanzamt einzureichen und die einbehaltene Lohnsteuer abzuführen. Der Lohnsteuer-Anmeldezeitraum ist grundsätzlich der laufende Kalendermonat. Wenn die Lohnsteuer im Vorjahr nicht mehr als 1000€ betragen hat, ist diese im laufenden Kalenderjahr anzumelden. Hat die Lohnsteuer im Vorjahr mehr als 1000€ aber weniger als 4000€ betragen, ist diese vierteljährlich abzuführen.

 

Wird der Lohnsteuer-Anmeldezeitraum nicht eingehalten, kann ein Verspätungszuschlag von bis zu 10 Prozent der endgültig festgestellten Lohnsteuer berechnet werden. Bei einer Lohnsteueranmeldung handelt es sich um eine Steuererklärung im Sinne des § 150 Abs. 1 S. 2 Abgabenordnung (AO). Sie steht daher auch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung gem. §§ 165, 168 AO.

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Alle Angaben über die Lohnsteueranmeldung / ELSTER ohne Gewähr.