Betriebsrente – Änderungen für 2017

Betriebsrenten –sie sind für die Zusatzversorgung im Alter äußerst wichtig. Stand heute beziehen etwa 30 % der Rentnerinnen und Rentner neben der gesetzlichen Rente eine Betriebsrente und knapp 60 % der Beschäftigten sorgen derzeit betrieblich vor. Ein Wert, der bereits seit Jahren stagniert. Aus diesem Grund soll die Betriebsrente attraktiver werden. Gerade in kleinen Unternehmen oder bei Geringverdienern ist das Thema Altersvorsorge, Betriebsrente meist kein Thema. Dies soll sich in den kommenden Jahren ändern – das sieht die Betriebsrentenreform vor.

Das ändert sich bei der Betriebsrente 2017

Enthaftung

Auf der Basis von Tarifverträgen können Arbeitgeber und Arbeitnehmer reine Beitragszusagen einführen. In diesen Fällen garantiert der Arbeitgeber nur eine gewisse Beitragshöhe, allerdings nicht die Höhe der späteren Rentenzahlung. Mindestrenten werden dadurch nicht mehr garantiert. Das Risiko für den Arbeitgeber, für Auszahlungen der Rente in bestimmter Höhe zu garantieren, entfällt.

Opt Out

Arbeitgeber können für alle ihre Arbeitnehmer eine Betriebs-Entgeltumwandlung für Betriebsrenten vorsehen, wenn dies in den Tarifverträgen vorgesehen ist. Einzelne Mitarbeiter können sich dagegen aussprechen.

Grundsicherung

Bei der Erwerbsminderung und bei der Grundsicherung im Alter sind Zusatzrenten auf freiwilliger Basis bis zu 202 Euro anrechnungsfrei.

Steuerförderung

Für Geringverdiener, mit einem Bruttoeinkommen von bis zu 2.000 Euro wird es ein Steuer-Fördermodell, bei der der Arbeitgeber zusätzliche Beiträge in die betriebliche Altersversorgung einzahlen kann, geben. Der vorgesehene Förderbetrag wird 30 Prozent betragen, so dass der Arbeitgeber weniger Lohnsteuer abführen muss. Der Förderbetrag liegt für Beiträge von mindestens 240 bis 480 Euro pro Jahr bei 72 bis maximal 144 Euro.

Riester-Zulage

Seit 2008 hat sich die Grundzulage bei der Riester-Rente nicht mehr geändert. Diese wird sich ab 2017 von 154 Euro auf 165 erhöhen.