Neuregelung des Lohnnachweises für die Unfallversicherung ab 2017

Den Arbeitgebern stehen erneut weitreichende Änderungen bei der Erstellung des Lohnnachweises für die Unfallversicherung bevor. Zum 1. Januar 2017 wird der gesamte Prozess durch das 5. SGB IV-Änderungsgesetz erneut grundlegend geändert.

Aktueller Stand

Momentan füllen die Arbeitgeber den Lohnnachweis, auf dessen Basis der Beitrag zur Unfallversicherung berechnet wird, aus und übermitteln ihn in Form eines Papierformulars an den Unfallversicherungsträger. Zusätzlich erfolgt im Rahmen des Datenbausteins DBUV eine elektronische Meldung an die Sozialversicherung. Der Rentenversicherung (DSRV) obliegt die Aufgabe, auf der Basis dieser Meldung einen elektronischen Lohnnachweis anzufertigen. Dadurch sollte eigentlich der Papierlohnnachweis abgelöst werden. Doch das System hat sich als fehleranfällig erwiesen und konnte sich trotz zahlreicher Anpassungen nicht bewähren.

Neuregelung ab Januar 2017

Ab dem 1. Januar 2017 müssen sich die Arbeitgeber deshalb auf eine neuerliche Neuregelung einstellen. Dann erstellen sie selbst den elektronischen Lohnnachweis mithilfe eines systemgeprüften Entgeltabrechnungsprogramms oder einer Ausfüllhilfe und übermitteln ihn elektronisch an die Unfallversicherung. Zum ersten Mal ist dies bis zum 16. Februar  2017 für das Jahr 2016 zu erledigen.

Wenn sich das System bewährt, soll es langfristig das Papierformular ersetzen. Vorerst müssen aber beide Nachweise, also elektronisch und in Papierform, abgegeben werden, um einer Übergangsphase Rechnung zu tragen. 

Inhalte des elektronischen Lohnnachweises

Konkret sind folgende Informationen zu melden:

  • Mitgliedsnummer
  • Betriebsnummer der die Abrechnung durchführenden Stelle
  • eine Liste der zugehörigen Beschäftigungsbetriebe
  • Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers
  • in der Unfallversicherung beitragspflichtiges Arbeitsentgelt
  • geleistete Arbeitsstunden
  • Anzahl der zu meldenden Versicherten in Bezug auf die anzuwendenden Gefahrtarifstellen

Der Datenbaustein DBUV bleibt

Weiterhin Bestand hat der Datenbaustein „Unfallversicherung“ (DBUV). Ab dem 1. Januar 2016 wird er genutzt, um ebenfalls zum 16. Februar des Folgejahres eine Jahresmeldung zur Unfallversicherung durchzuführen. Die Meldewege hierfür bleiben unverändert.