UV-Meldeverfahren hat sich nicht bewährt: Neuregelung ab 2016

Seit dem Jahr 2008 melden die Arbeitgeber die Daten der Unfallversicherung gemeinsam mit der monatlichen Entgeltmeldung an den Rentenversicherungsträger. Der „Datenbaustein Unfallversicherung“ hat sich offenbar nicht bewährt, denn zum 1. Januar 2016 soll eine Neuregelung des UV-Meldeverfahrens erfolgen.

Zu hoher Mehraufwand durch monatliche Meldungen

Durch die Kopplung der UV-Daten an die monatliche Entgeltmeldung entsteht den Arbeitgebern ein erhöhter Mehraufwand. Konkret müssen sie das eigentlich für die Unfallversicherung relevante UV-Entgelt im Kalenderjahr anteilig auf den einzelnen Monat herunterbrechen, wann immer eine Unterbrechungsmeldung während des Jahres erforderlich wird. Für die Unfallversicherung wäre es aber völlig ausreichend, einmal pro Jahr eine Meldung des kumulierten UV-Entgelts zu erhalten.

UV-Jahresmeldung ab Januar 2016

Zum 1. Januar 2016 müssen sich die Arbeitgeber nun erneut umstellen. Verantwortlich für die Neuerungen ist das 5. SGB IV-Änderungsgesetz. Unabhängig von der normalen Jahresmeldung ist dann bis spätestens 16. Februar 2016 eine UV-Jahresmeldung abzugeben. Die monatlichen UV-Meldungen entfallen ersatzlos.

Künftig wird der Rentenversicherungsträger die Betriebsprüfungen dann auf Basis der Jahresmeldungen statt wie bisher auf der Grundlage der monatlichen Entgeltmeldungen vornehmen.

Elektronischer Direktlohnnachweis ab 2017

Eine weitere Neuerung wird es zum 1. Januar 2017 geben. Eigentlich sollte die Rentenversicherung als Sammler der Daten Lohnnachweise für die Unfallversicherung erstellen. Dieses Verfahren hat sich allerdings während der vergangenen Jahre als extrem fehlerbehaftet herausgestellt, sodass die Umsetzung nicht weiter verfolgt wird.

Deshalb wird ab 2017 der elektronische Direktlohnnachweis als neues Verfahren eingeführt. Der Arbeitgeber meldet aus seinem Entgeltabrechnungsprogramm heraus direkt an die Unfallversicherung die kumulierten Jahreswerte. Für das Verfahren ist ein zweijähriger Probelauf angedacht. Vorerst werden die Beiträge weiterhin auf Basis des Papier-Lohnnachweises berechnet. Frühestens ab dem 1. Januar 2019 soll die Beitragsbasis dann auf Grundlage des elektronischen Direktlohnnachweises erfolgen.