Die Umlageverfahren U1 und U2 von lohndirekt einfach erklärt.

Bei der Umlage U1 und der Umlage U2 handelt es sich jeweils um das so genannte gesetzlich vorgeschriebene Umlageverfahren, an denen die Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet sind, teilzunehmen. Beim Umlageverfahren U1 – Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall – gilt insbesondere, dass nur Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl bis 30 Arbeitnehmer unumgänglich teilnehmen müssen.  

Der Zweck eines solchen Umlageverfahrens ist kurz erklärt: „Ein Umlageverfahren ist eine Methode zur Finanzierung von Sozialversicherungen, z.B. der Krankenversicherung. Hierfür zahlen regelmäßig alle Mitglieder einer Gemeinschaft einen kleinen Teilbetrag in einen großen Topf ein. Die eingezahlten Beiträge werden unmittelbar zur Finanzierung der Leistungen von Leistungsberechtigten herangezogen, also an diese wieder ausbezahlt. Durch die Beitragsleistung erwirbt in diesen Modellen ein Arbeitgeber einen Anspruch auf Teilausgleich von geleisteten Lohnerstattungen, die für einen bestimmten Zeitraum bei Krankheit (U1) oder Schwangerschaft (U2) eines angestellten Mitarbeiters vom Arbeitgeber entrichtet wurden. Somit werden hohe finanzielle Einzelbelastungen bei leistungspflichtigen Arbeitgebern, die durch Lohnfortzahlungen an erkrankte oder schwangere Mitarbeiter entstehen könnten, abgemindert. Von den in Deutschland praktizierten Umlageverfahren möchten wir folgende zwei Modelle näher behandeln:

  1. Das Umlageverfahren U1, welches zur teilweisen Erstattung von Entgeltfortzahlungen, die ein Arbeitgeber bei Arbeitsunfähigkeit an erkrankten Arbeitnehmern entrichten muss, dient.
  2. Das Umlageverfahren U2, das als Ausgleich für die finanziellen Belastungen, die aus dem Mutterschutz einem Arbeitgeber entstehen, dient. 

Geregelt werden diese beiden Umlageverfahren seit 2006 durch das Aufwendungsausgleichsgesetz . Das Gesetz gibt vor, unter welchen Voraussetzungen die Kosten für die Entgeltfortzahlungen und die Mutterschaftsleistungen den Arbeitgebern zurückerstattet werden (Ausgleichsverfahren) und wie die Erstattungen durch ein Umlageverfahren auf die Gesamtheit der Arbeitgeber in finanzieller Hinsicht verteilt werden. Sprich: die für die Kostenerstattungen notwendigen Gelder werden von den beteiligten Arbeitgebern als Umlagen U1 und U2 getragen.

Um unseren Kunden und interessierten Personen Hilfestellung bei immer wieder an uns gestellten Fragen zur Umlage U1 und der Umlage U2 zu geben, haben wir im Folgenden informative Artikel zum Thema aufgelistet. Folgen Sie hierzu den unten verlinkten Überschriften, diese führen Sie zu den verständlich mit dem nötigen fachlichen Hintergrund zusammengestellten Sachartikeln. Dieses Projekt ist noch jung und wird zukünftig inhaltlich heranwachsen. Wir werden Stück für Stück weiter Artikel zum Thema online stellen, mit dem Ziel einen umfangreichen Ratgeber zu den Themen rund um die U1 und U2 Umlage zu erstellen.

Sollten Sie sich mit den Umlageverfahren nicht befassen wollen, wenden Sie sich gern an uns. Im Zuge der laufenden Lohnabrechnung erstellen wir für unser Kunden die Erstattungsanträge nach U1 und U2 und sorgen dafür, dass mögliche Besonderheiten Ihrer Berufsgruppe / Branche beachtet werden. 

Umlageverfahren U1 und U2:

  1. Die Definition sowie entscheidende Einzelheiten zu der Umlage U1
  2. Wichtige Einzelheiten und die Definition zu der Umlage U2
  3. Das Aufwendungsausgleichsgesetz – AAG
  4. Die Umlagesätze U1 und Erstattungssätze
  5. Der Umlagesatz U2
  6. Der Erstattungsantrag U1
  7. Der Erstattungsantrag U2
  8. Einzelheiten zur Berechnung der U1 Erstattung
  9. Tipps zur Berechnung der U2 Erstattung
  10. Die wichtigsten Paragrafen des AAG kurz erklärt
  11. Was ist die Abtretung nach §5 AAG?