Wichtige Einzelheiten und die Definition zu der Umlage U2

Bei der Umlage U2 handelt es sich um ein Verfahren für Arbeitgeber, um finanzielle Belastungen aus dem Mutterschutz auszugleichen. Durch dieses Ausgleichsverfahren erhalten die Arbeitgeber alle nach dem Mutterschutzgesetz zu zahlenden Beträge durch die Krankenkasse, bei der die Arbeitnehmerin versichert ist, erstattet.
Wichtig: Die Umlage U2 wird von allen Arbeitgebern erhoben.

Die Rechtsgrundlage bildet das Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlungen (§ 7 AAG).

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Umlage U2 für alle Arbeitgeber Pflicht. Vor dieser Gesetzesänderung waren größere Arbeitgeber von der Beitragszahlung und den Leistungen ausgeschlossen.

Arbeitgeber erhalten aus dem Umlageverfahren U2 100 % der Entgeltfortzahlung bei einem individuellen und generellem Beschäftigungsverbot sowie auch 100 % der hierauf entfallenden Arbeitgeberanteile zu dem gesamten Sozialversicherungsbeitrag von der Krankenkasse erstattet, bei der die Arbeitnehmerin versichert ist. Zudem erhalten die Arbeitgeber während der Mutterschutzfrist den von ihnen gezahlten Zuschuss zum Mutterschaftsgeld in der vollen Höhe erstattet. Die Mutterschutzfrist gilt grundsätzlich 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt.

Die Satzungen der einzelnen Krankenkassen dürfen Regelungen zur pauschalisierten Erstattung der Arbeitgeberanteile vornehmen, wohingegen eine Beschränkung der Erstattung wie im Umlageverfahren U1, ist den Krankenkassen nicht gestattet.

1.      Für wen gilt die Umlagepflicht U2?

Unabhängig von der Betriebsgröße sind alle Arbeitgeber zur Umlage U2 verpflichtet. Es handelt sich somit um eine besondere Versicherung, die die Aufwendungen des Arbeitgebers nach dem Mutterschutzgesetz ausgleicht. Selbst Unternehmen, die nur Männer beschäftigen, müssen an der Umlage U2 teilnehmen.

2.      Wer ist von der Umlagepflicht U2 ausgeschlossen?

Die Teilnahme am Umlageverfahren U2 ist für alle Arbeitgeber verpflichtend.

3.      Welchen Beitrag / Berechnungsgrundlage?

Die Bemessungsgrundlage der Umlage U2 ist das rentenversicherungspflichtige Arbeitsentgelt aller Beschäftigten des Unternehmens – Arbeitnehmer und Auszubildende, ausgenommen Einmalzahlungen. Dazu kommt das Arbeitsentgelt der Beschäftigten, die rentenversicherungsfrei sind, jedoch bei Versicherungspflicht zu berücksichtigen wären.

Die Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen erfolgt nur dann, wenn durch den Arbeitgeber die U2 Umlage ordnungsgemäß an die Krankenkasse abgeführt wurde.

Nachdem der Arbeitgeber das Entgelt beziehungsweise den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ausgezahlt hat, erfolgt die Erstattung seiner getätigten Aufwendungen. Nach § 2 Abs. 2 AAG sind Vorauszahlungen an Arbeitgeber nicht statthaft.

4.      An wen ist zu zahlen? Wie und wann?

Gezahlt wird an die Krankenkasse, bei der der jeweilige Arbeitnehmer versichert ist. Das heißt, die Meldungen haben auch entsprechend an die jeweiligen Krankenkassen zu erfolgen.

Fälligkeiten

Mit den Beitragsnachweisen, sind auch die Meldungen zur Umlage vorzunehmen. Die Meldung muss auf elektronischem Wege, spätestens zum fünftletzten Bankarbeitstag des Monats erfolgen.

Die Zahlung der Beträge muss spätestens zum drittletzten Bankarbeitstag des jeweiligen Abrechnungsmonats erfolgen.