Der Erstattungsantrag U2


Der Erstattungsantrag U2

Was ist das Umlageverfahren U2?

Bei der Umlage U2 handelt es sich um die so genannten Mutterschaftsaufwendungen. Diese Umlage fällt für jeden Arbeitgeber an, unabhängig von der Betriebsgröße und unabhängig davon, ob nur männliche Arbeitnehmer beschäftigt sind. Innerhalb der U2 beträgt der gesetzlich festgelegte Erstattungssatz in aller Regel 100 %.

Mit dem Erstattungsantrag U2 werden folgende Aufwendungen erstattet:

  • der vom Arbeitgeber gezahlte Zuschuss zum Mutterschaftsgeld der Mitarbeiterin
  • auf das vom Arbeitgeber bei erteilten Beschäftigungsverboten gezahlte Arbeitsentgelt, der so genannte Mutterschaftslohn und
  • die auf das Arbeitsentgelt für den Arbeitgeber anfallenden Beiträge zur Sozialversicherung.

Der Erstattungsantrag

Wie auch der Erstattungsantrag zur U1 muss der Erstattungsantrag U2 ebenfalls auf elektronischem Wege übermittelt werden. Das heißt, im Falle der Mutterschaft erfolgt die Meldung an die zuständige Krankenkasse der Arbeitnehmerin – entweder aus dem Entgeltabrechnungsprogramm direkt oder durch die Eingabe der Daten über die maschinelle Ausfüllhilfe svnet.de.

Auch bei dem Erstattungsantrag U2 gilt, dass die Übertragung der Daten auf gesichertem und verschlüsseltem Weg an die Krankenkasse erfolgt.

Formulare zur Erstattung der Umlage U2 findet man bei manchen Krankenkassen auf den Webseiten, doch diese dienen lediglich als Ausfüllhilfe – der Antrag darf seit 2011 nur noch elektronisch erfolgen.

Inhalt des Erstattungsantrags

Der Erstattungsantrag U2 muss bestimmte Angaben beinhalten. Dazu zählen die Angaben zum Arbeitgeber als auch zur Arbeitnehmerin, die Betriebsnummer und die Adressdaten. Ebenso muss die Rentenversicherungsnummer der Arbeitnehmerin übermittelt werden. Zudem sind die Zeiten der Schutzfristen oder das vom Arzt bescheinigten Beschäftigungsverbot für die Erstattung der Mutterschaftsaufwendungen wichtig.

Werden die Daten über ein Entgeltabrechnungsprogramm übermittelt, werden die notwendigen Daten vom Programm automatisch als Meldedaten übernommen.

Wird der Erstattungsantrag per svnet.de übermittelt, müssen die entsprechenden Angaben händisch erfasst werden. 

Was ist bei dem Erstattungsantrag U2 zu beachten?

Nach § 2 Abs. 1 Satz 1 AAG gewährt grundsätzlich die Krankenkasse der Arbeitnehmerin die Erstattung der Aufwendungen. Das heißt, der Arbeitgeber stellt den Antrag auf Erstattung. Sobald der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt nach § 3 Abs. 1 und 2 oder Arbeitsentgelt nach § 11 MuSchG oder nach § 14 Abs. 1 MuSchG den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld gezahlt hat, ist die Erstattung zu gewähren.

Wobei seit dem Juni 2011 auch die Erstattung für zukünftige Zeiträume gestellt werden kann – dies hat der GKV-Spitzenverband festgelegt.

In der Regel erstellt der Arbeitgeber im Nachgang zur Entgeltabrechnung den Erstattungsantrag. Rechnet der Arbeitgeber bereits Mitte des Monats die Entgelte für den laufenden Monat ab und zahlt damit ein erstattungsfähiges Arbeitsentgelt beziehungsweise den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, kann er zunächst eine Erstattung für Zeiträume vor dem Antragsdatum, stellen.

Fristen beim Erstattungsantrag U2

Auch für die Erstattung U2 gilt, dass der Erstattungsanspruch nach vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch entstanden ist, verjährt. Dies ist in § 6 des AAG so verankert.