Tipps zur Berechnung der U2 Erstattung

Die Umlage U2 ist ein Verfahren, an dem alle Arbeitgeber teilnehmen müssen – unabhängig von der Betriebsgröße. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass der Arbeitgeber alle zu zahlenden Bezüge der Arbeitnehmerin, nach dem Mutterschutzgesetz, von der zuständigen Krankenkasse erstattet bekommt. Generell beträgt der gesetzlich festgelegte Erstattungsanteil bei der U2 100%.

Ist eine Mitarbeiterin schwanger, muss sie dies dem Arbeitgeber schnellstmöglich mitteilen, um gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zum Schutz des Kindes und der Mutter einleiten zu können. Die Schwangerschaft muss durch den Arbeitgeber an die zuständige Aufsichtsbehörde (Gewerbeaufsichtsamt oder Arbeitsschutzamt) gemeldet werden – ansonsten droht ein Bußgeld. Ein Arzt kann ein teilweises oder vollständiges Beschäftigungsverbot verhängen, sollte die Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet sein.

Gesetzliche Vorgaben der U2

Arbeitgeber müssen gesetzliche Schutzfristen berücksichtigen: Vor der Entbindung sind es sechs Wochen, nach der Entbindung acht Wochen, in denen Mütter nicht beschäftigt werden dürfen. Die Urlaubstage dürfen durch das Beschäftigungsverbot nicht verfallen.

Bei einem Beschäftigungsverbot erhält die Mitarbeiterin vom Arbeitgeber einen so genannten Mutterschutzlohn, der aus der Höhe des Durchschnittsverdienstes der letzten drei Monate vor ihrer Schwangerschaft ermittelt wird. Von der Krankenkasse erhält die Mitarbeiterin ein Mutterschaftsgeld von 13 Euro pro Tag. Verdient die Mitarbeiterin mehr, wird das Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber bezuschusst, um so die Differenz zu dem bisherigen Nettoverdienst auszugleichen.

Beim Mutterschutzlohn handelt es sich um einen Bruttolohn, der wie andere Bruttoverdienste steuer- und beitragspflichtig ist.

Die Grundlage der Berechnung der Umlage U2

Berechnet wird der Mutterschutzlohn aus den Durchschnittsverdienst der Mitarbeiterin der letzten 3 Monate. Wurden in dieser Zeit Überstundenzuschläge oder andere Zulagen gezahlt, müssen die mit in den Mutterschutzlohn einfließen. Auch wenn innerhalb dieser 3 Monate eine Gehaltserhöhung zugesagt wurde, muss diese, wenn sie innerhalb der Schwangerschaft wirksam wird, ebenfalls in die Berechnung einfließen.

Übermittlung der Umlage U2

Seit dem 1. Januar 2011 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Arbeitgeber die Daten nur noch auf elektronischem Wege an die zuständigen Krankenkassen übermitteln (§ 2 Abs. 3 Satz 1 AAG). Papierformulare dürfen nicht mehr genutzt werden.

Zur elektronischen Datenübertragung können Arbeitgeber entweder entsprechende, systemgeprüfte Lohnsoftware nutzen und die Daten melden oder per maschineller Aushilfe, beispielsweise SVnet, die Daten übertragen. Oder man nutzt die für den Arbeitgeber einfachste Variante: die Erstellung und Abrechnung über Lohndienstleister.

Was ist SVnet?

Die Ausfüllhilfe SVnet kann aktuell kostenfrei für die Übermittlung der gesetzlich vorgeschriebenen Daten genutzt werden. Dabei müssen die Daten der Mitarbeiter online erfasst werden, so dass diese Art der Datenübermittlung nur bei kleineren Betrieben Sinn macht.

Wissenswertes zur Umlage U2

Die Auszahlung des Mutterschutzlohns erfolgt durch den Arbeitgeber, dieser erhält wiederum von der zuständigen Krankenkasse die Aufwendungen erstattet.