Fahrtenbuch

Ein Fahrtenbuch dient zur Dokumentation jedes mit dem betreffenden Fahrzeug zurückgelegten Kilometers und des Zwecks der Fahrt. Dazu werden neben dem Abfahrtsdatum und -ort die Kilometerstände bei Start und Ankunft sowie der Anlass der Fahrt und der Fahrer aufgeführt. Maßgeblich für die Form sind die Anforderungen an eine objektiv nachprüfbare Unterlage gemäß R 8.1 Abs. 9 LStR sowie der weiterführenden Regelungen (BFH/NV 2012 S. 573; BFH vom 13. November 2012 VI R 3/12).

Für betrieblich veranlasste Fahrten ist die Angabe der kompletten Zielanschrift sowie des Namens des Kunden oder Geschäftspartners notwendig, da auch eine nachträgliche Ergänzung in Ableitung vom Terminkalender als nicht ausreichend betrachtet wird (BFH in BStBl. 2012 II S. 505). Nur bei regelmäßigen Besuchen, zum Beispiel bei Kunden, denen eine Kundennummer vergeben wurde, reicht die Angabe dieser Kundennummer aus. Allerdings muss die Kundenliste dann Bestandteil des Fahrtenbuches sein. Private Fahrten sind mit den zurückgelegten Kilometern anzugeben. Darüber hinaus muss vermerkt sein, ob es sich um den Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte bzw. ersten Tätigkeitsstätte handelt.

Grundsätzlich sollte das Fahrtenbuch regelmäßig nach Abschluss der Fahrt aktualisiert werden. Nur bei vollständiger und richtiger Erfassung des gesamten Veranlagungszeitraums kann diese Möglichkeit der steuerlichen Veranlagung genutzt werden. Kleinere Abweichungen oder Mängel führen aber nicht automatisch zur Anwendung der 1-Prozent-Regelung.

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Alle Angaben über das Fahrtenbuch ohne Gewähr.