Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Mit dem Fahrtkostenersatz können Arbeitgeber die Aufwendungen Ihrer Arbeitnehmer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte steuergünstig bezuschussen. Die Erstattung von Fahrtkosten lässt sich in zwei Bereiche einteilen, die steuerlich unterschiedlich behandelt werden.


Steuerfrei ist der Fahrtkostenersatz bei Sammelbeförderung, Dienstreisen und wenn der Arbeitnehmer einen beruflich veranlassten doppelten Haushalt führt. Ist der Fahrkostenersatz steuerfrei, ist er zugleich auch beitragsfrei in der Sozialversicherung.


Steuerpflichtig ist der Fahrtkostenersatz, wenn die oben stehenden Sonderfälle nicht vorliegen, also für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Dann erfolgt eine Pauschalversteuerung mit 15 % zzgl. Kirchensteuer und Soli-Zuschlag in Höhe der Entfernungspauschale von derzeit € 0,30 pro Entfernungskilometer.


Die Voraussetzungen zur Pauschalversteuerung sind:


  • Der Arbeitgeber muss den Fahrtkostenersatz (Zuschuss) zusätzlich zum Arbeitslohn zahlen. Eine Gehaltsumwandlung ist nicht zulässig.
  • Der Fahrtkostenersatz / Zuschuss darf den Betrag, den der Arbeitnehmer als Werbungskosten geltend machen könnte, nicht ĂĽbersteigen.


Bei der Pauschalisierung ist zu beachten, dass die Berechnungsgrundlage für den Fahrtkostenzuschuss immer nur die einfache Wegstrecke ist (nicht Hin- und Rückfahrt). Die Berechnungsformel dafür lautet: km x Arbeitstage x 0,30 €. Die Pauschalierung hat eine Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung zur Folge.


Beispielrechnung: Ein Berliner Arbeitnehmer fährt an 20 Tagen im Monat 35 km mit dem Auto zur Arbeit (einfacher Weg). Gemäß obiger Berechnungsformel kann er Werbungskosten von € 210,00 als Pendlerpauschale geltend machen. Ausgehend von diesen € 210,00 hat der Arbeitgeber eine Gesamtsteuerbelastung € 34,81 Euro (bei Pauschalversteuerung von 15 % sowie 5,5 % Solidaritätszuschlag und 5 % Kirchensteuer für Berlin). Sowohl die Fahrtkosten von € 210,00 als auch die Steuerbelastung von € 34,81 kann der Arbeitgeber als Betriebsausgabe geltend machen, da es sich um betrieblich veranlasste Aufwendungen handelt.


Auch bei geringfügig Beschäftigten kann die Pauschalierung angewandt werden. Die pauschal versteuerten Fahrtkostenzuschüsse werden dabei nicht auf die 450-Euro-Grenze angerechnet.


Bei Zahlung eines Fahrtkostenzuschusses mit Pauschalierung mindert sich der Werbungskostenabzug des Arbeitnehmers um diesen Betrag und es ist im Lohnkonto gesondert aufzuzeichnen sowie in der Lohnsteuerbescheinigung einzutragen.


Bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist die Pauschalierung der Lohnsteuer mit 15 % bis zur Höhe der dem Arbeitnehmer tatsächlich entstehenden Aufwendungen möglich und nicht auf die Entfernungspauschale begrenzt.

 

 

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Alle Angaben zum Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers ohne Gewähr.