Kirchensteuerabzug (vom Lohn)


Kirchensteuerabzug (vom Lohn)

Für kirchensteuerpflichtige Arbeitnehmer ist bei jeder Lohnzahlung vom Arbeitgeber die Kirchensteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Der Arbeitgeber richtet sich dabei nach den von ELStAM übermittelten Besteuerungsmerkmalen. Die Berechnung erfolgt nach dem für das jeweilige Bundesland maßgebenden Kirchensteuerhebesatz, wobei zur Anwendung des Satzes nicht der Wohnort des Arbeitgebers sondern generell der Betriebsstättensitz maßgeblich ist. Der Kirchensteuersatz beträgt 9 %, in Bayern und Baden-Württemberg nur 8 %.

Als Bemessungsgrundlage dient die Lohnsteuer unter Berücksichtigung von Kinderfreibeträgen. Wenn Kinderfreibeträge berücksichtigt werden müssen, wird zur Berechnung der Kirchensteuer die Lohnsteuer fiktiv unter Einberechnung der Kinderfreibeträge ermittelt. Anders als bei der Lohnsteuerberechnung für den Lohnsteuerabzug werden die Kinderfreibeträge bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer berücksichtigt. Zur Berechnung der Kirchensteuer gelten in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Kirchensteuergesetze. In einigen Bundesländern wird eine sogenannte Mindestkirchensteuer erhoben.

Auch wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine Austrittserklärung aus der Kirche vorweist, muss der Kirchensteuerabzug weiter durchgeführt werden, weil erst eine Änderung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale maßgeblich ist.

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Alle Angaben über den Kirchensteuerabzug (vom Lohn) ohne Gewähr.