Pflegeversicherung


Pflegeversicherung

In § 1 Abs. 4 SGB XI heißt es: „Die Pflegeversicherung hat die Aufgabe, Pflegebedürftigen Hilfe zu leisten, die wegen der Schwere der Pflegebedürftigkeit auf solidarische Unterstützung angewiesen sind.“

 

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist gemäß § 20 SGB XI eine Pflichtversicherung für alle versicherungspflichtigen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Zuständig für die Pflegeversicherung sind die Krankenkassen. Geringfügig Beschäftigte, die krankenversicherungsfrei sind, sind auch pflegeversicherungsfrei.

 

Auf Antrag kann man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen (§ 22 Abs. 1 SGB XI), dazu ist ein Nachweis über die private Pflegeversicherung notwendig.

 

Die §§ 14 und 15 SGB XI legen fest, wer Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung bekommen kann. Gemäß § 15 Abs. 1 SGB XI sind nur Personen leistungsberechtigt, die einer Pflegestufe zugeordnet sind. Diese wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder einem anderen unabhängigen Gutachter festgestellt. Zusätzlich zu den drei Pflegestufen gibt es die so genannte Pflegestufe 0. Von dieser wird gesprochen, wenn ein Pflegeaufwand besteht, dieser jedoch nicht so hoch ausfällt wie bei der Pflegestufe I.

 

Die Dauer der Pflegebedürftigkeit muss mindestens ein halbes Jahr betragen, es sei denn es ist zu erwarten, dass der oder die Pflegebedürftige nicht mehr so lange lebt. Bei Kindern wird sich an einem gesunden Kind im gleichen Alter orientiert. Bei Kindern unter einem Jahr wird nur in extremen Ausnahmefällen eine Pflegestufe anerkannt, weil jedes gesunde Kleinkind auch betreuungs- und hilfsbedürftig ist.

 

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Alle Angaben über die Pflegeversicherung ohne Gewähr.