Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaften sind nach §§ 114 ff. SGB VII die TrÀger der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie tragen arbeitsbedingte Risiken wie ArbeitsunfÀlle, WegeunfÀlle und Berufskrankheiten.

Die Berufsgenossenschaften, mit Ausnahme der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, finanzieren sich ausschließlich aus den BeitrĂ€gen der Unternehmer. Ein wesentlicher Unterschied zu den anderen Zweigen der Sozialversicherung ist, dass die Versicherten keinen Beitrag zahlen. Im Gegenzug haben die betroffenen Versicherten bei ArbeitsunfĂ€llen oder arbeitsbedingten Erkrankungen keine SchadensansprĂŒche gegen die Unternehmen.

Die Berufsgenossenschaften sind VerbĂ€nde in Form von öffentlichen-rechtlichen Körperschaften mit Selbstverwaltung, mit Zwangsmitgliedschaft fĂŒr die Unternehmen. Derzeit bestehen neun gewerbliche Berufsgenossenschaften. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften sind nach Wirtschaftszweigen gegliedert. Es gibt Berufsgenossenschaften fĂŒr Metall, Bergbau, Steine und Erden, Gas und Wasser, Chemie, Holz und Schnitzstoffe usw.

Die Unternehmen sind Pflichtmitglieder der jeweiligen Berufsgruppen, die im örtlichen ZustÀndigkeitsbereich der Berufsgenossenschaft liegen. Die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft beginnt mit der Eröffnung des Unternehmens oder Aufnahme der vorbereitenden Arbeiten. ZusÀtzlich sind noch der Bund, die LÀnder, die Gemeinden und GemeindeverbÀnde als VersicherungstrÀger tÀtig.

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Alle Angaben zur Berufsgenossenschaft ohne GewÀhr.