Die Gruppenunfallversicherung

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter im Rahmen einer freiwilligen Gruppenunfallversicherung zu versichern. Das heißt, mindestens zwei Arbeitnehmer müssen gemeinsam in einem Unfallversicherungsvertrag gegen betriebliche und/oder private Unfälle versichert sein. Haben die Arbeitnehmer eigene Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag, sind die Beiträge lohnsteuerpflichtig. Allerdings hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, die steuerpflichtigen Beiträge pauschal mit 20 Prozent zu versteuern – wenn der Beitragsaufwand im Durchschnitt je Mitarbeiter derzeit 62 Euro (Stand 2019) ohne die Versicherungssteuer – nicht übersteigt. Dabei können Beitragsanteile zur Versicherung gegen berufliche Unfälle und das Unfallrisiko bei Auswärtstätigkeiten herausgerechnet werden. Diese Anteile sind steuerfrei.

Ab Januar 2020 sieht das Bürokratieentlastungsgesetz eine Anhebung auf jährlich 100 Euro vor. Geregelt wird dies in § 40b Absatz 3 EStG.

Im Falle, dass die Freigrenze überschritten wird, ist der gesamte Beitrag steuerpflichtig.

Die Lohnsteuerpauschalierung der Beiträge

Grundsätzlich sind steuerpflichtige Beiträge des Arbeitnehmers individuell nach den ELStAM zu versteuern. Allerdings kann unter bestimmten Voraussetzungen die Lohnsteuer für die steuerpflichtigen Beiträge mit 20 Prozent vom Arbeitgeber pauschaliert werden – dazu zählt die Gruppenunfallversicherung, die der Arbeitgeber für mindestens zwei Arbeitnehmer abschließt.
Dabei darf der durchschnittliche Beitrag (nach Abzug der steuerfreien Anteile gegen berufliche Unfälle) 62 Euro (Stand 2019) je Arbeitnehmer nicht übersteigen. Wie bereits anfangs geschrieben, erhöht sich dieser Durchschnittsbetrag auf 100 Euro je Mitarbeiter.

Wofür benötigen Arbeitnehmer eine Gruppenunfallversicherung?/p>

Mit dieser Versicherung ist es möglich, Arbeitnehmer gegen Unfälle über das Unternehmen zu versichern. Je nach Versicherungsvertrag und Versicherungsgesellschaft kann die Absicherung nur Wegeunfälle oder reine Betriebsunfälle oder eventuell auch Unfälle in der Freizeit umfassen. Für den Arbeitgeber sind die Beiträge zur Gruppenunfallversicherung Betriebskosten, die er entsprechend steuerlich absetzen kann. Für den Arbeitnehmer ist eine Gruppenunfallversicherung häufig günstiger als die private Variante. Hinzu kommt, dass unter Berücksichtigung der Freigrenzen und gesetzlichen Vorgaben die Gruppenunfallversicherung sozialversicherungsfrei ist und steuerliche Vorteile bringt.

Beispiel:

Eine Gruppenunfallversicherung ist für 10 Mitarbeiter im Unternehmen ab 2020 abgeschlossen. Der Gesamtbeitrag beträgt 1.200,00 €. Entsprechend 120,00 € je Mitarbeiter. Davon entfallen 50 % auf privates und 50 % auf berufliches Risiko. Entsprechend jeweils 60,00 €. Der berufliche Anteil teilt sich wiederum noch in 60 % für die Fahrten Wohnung – 1. Tätigkeitsstätte und 40 % für berufliche Auswärtsfahrten. Somit entfallen 20 % (40 % von 50 %) auf berufliche Unfälle. Dieses entspricht bei 120,00 € Gesamtbeitrag 24,00 € beruflicher Anteil. Dieser Anteil ist steuerfrei. Der damit zu versteuernde private Anteil dieser Gruppenunfallversicherung liegt somit bei 96,00 € und damit unter 100,00 €, wodurch dieser Anteil mit 20 % pauschal versteuert werden kann.

Weitere Beiträge

Änderungen im Melderecht der Sozialversicherung bei geringfügig Beschäftigten

Jeder Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, für jeden geringfügig Beschäftigten der Minijob-Zentrale als die Einzugsstelle die Meldungen zur Sozialversicherung zu übermitteln. Diese Meldungen sind die Grundlage, um spätere Leistungsansprüche wie zum Beispiel Renten festzustellen. Dabei ist es wichtig, dass die persönlichen Daten der Beschäftigten wie Name, Vorname und Geburtsdatum korrekt an die Minijob-Zentrale gemeldet werden. ... weiterlesen

10. Juni 2020


Kurzarbeiter, Corona-Beihilfe, etc. kurz und knapp erklärt

Die letzten Tage und Wochen stellen leider viele Unternehmen vor eine ungeahnte Herausforderung. Wir wollen hier einmal die letzten Maßnahmen für Sie kurz und übersichtlich zusammenfassen.... weiterlesen

5. Mai 2020


Berufsbedingter Umzug – Kostenübernahme durch den Arbeitgeber?

Liegt ein beruflich veranlasster Umzug vor, kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer die Umzugskosten steuerfrei ersetzen – und zwar in der Höhe, die nach dem Bundesumzugskostenrecht gezahlt werden würde. Bei einem berufsbedingten Umzug ins Ausland gelten andere Werte, die in der Verordnung über die Umzugskostenvergütung bei Auslandsumzügen geregelt sind. Im Falle, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer keinen steuerfreien Ersatz bietet, kann der Arbeitnehmer die Aufwendungen für den Umzug als Werbungskosten geltend machen.... weiterlesen

1. Mai 2020


Änderungen bei den Sachbezügen und der 44-Euro-Grenze

Bis zu einer Grenze von 44 Euro pro Monat sind Sachbezüge, die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern kostenlos oder vergünstigt gewährt, steuerfrei. Allerdings haben im November 2019 Bundestag und Bundesrat im Zusammenhang mit der Sachbezugsfreigrenze über eine Neuregelung für Geldkarten, Gutscheine und zweckgebundene Leistungen entschieden.... weiterlesen

26. März 2020


Der Rabattfreibetrag für Arbeitnehmer für das Jahr 2020

Angestellte haben die Möglichkeit, Dienstleistungen oder Waren, die ihr Arbeitgeber vertreibt, entweder verbilligt oder kostenlos zu beziehen. Bei dieser Überlassung dieser so genannten Sachbezüge kann bei der Errechnung des geldwerten Vorteils ein jährlicher Freibetrag von 1.080 Euro – der Rabattfreibetrag nach § 8 Abs. 3 EstG – angewandt werden. ... weiterlesen

1. März 2020


Die betriebliche Gesundheitsförderung

Arbeitgeberleistungen in Form von Sachleistungen oder als Geldzahlungen waren bis Ende 2019 bis zu einer Grenze von 500 Euro lohnsteuer- und beitragsfrei, wenn sie der berufsbedingten Gesundheitsbeeinträchtigung der Arbeitgeber entgegenwirken oder vorbeugen.... weiterlesen

4. Februar 2020


LOHNDIREKT

Wir machen es einfach.

Unser Angebot spricht Sie an und Sie möchten eine individuelle Beratung erhalten?
Kontaktieren Sie uns jetzt einfach!

Melden Sie sich jetzt:

0461 / 70 71 555 info@lohndirekt.de

Mo.-Fr. 8-18 Uhr

Oder nutzen Sie unseren komfortablen Rückruf-Service


Unser Rückruf erfolgt während der Geschäftszeiten i.d.R. binnen 20 Minuten.

LOHNDIREKT

Wir haben Sie schon überzeugt?

Fordern Sie jetzt kostenlos Ihr persönliches Angebot (ab 10 Mitarbeitern) an!




Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Rufen Sie uns an: 0461 / 70 71 555 Mo.-Fr. 8-18 Uhr