Freibetrag beim Lohnsteuerabzug


Freibetrag beim Lohnsteuerabzug

Wer zum Beispiel als Berufspendler oder bei Unterhaltszahlungen hohe monatliche Kosten hat, kann sich im Rahmen des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens Freibeträge für Werbungskosten aus der Arbeitnehmertätigkeit, für Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen berücksichtigen lassen und somit seine Steuerlast mindern.


Beispiele für Werbungskosten sind Fahrtkosten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte, berufliche Fortbildungskosten, Beiträge zu Berufsverbänden oder Aufwendungen für Arbeitsmittel wie Werkzeug oder Berufskleidung.


Beispiele für Sonderausgaben sind Kinderbetreuungskosten oder Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehe- oder Lebenspartner.


Beispiele für außergewöhnliche Belastungen sind Unterhaltszahlungen an gesetzlich unterhaltsberechtigte Personen oder der sogenannte Behinderten- und Hinterbliebenenpauschbetrag.


Ein Freibetrag greift erst bei Aufwendungen, die 600 Euro nach Abzug des Arbeitnehmerpauschbetrages von 1000 Euro übersteigen und wird auch erst dann vom Finanzamt eingetragen. So sollte der Arbeitnehmer vor Antragstellung überschlägig berechnen, ob er über die 600-Euro-Grenze kommt.


Mit dem Eintrag von Freibeträgen zieht der Arbeitgeber im Rahmen der monatlichen Lohnabrechnung weniger Lohnsteuer vom Arbeitslohn ab und der Arbeitnehmer erzielt so ein höheres monatliches Nettoeinkommen. Somit werden Ausgaben, die die Steuerlast des Arbeitnehmers mindern, sofort monatlich berücksichtigt und nicht erst nach Abgabe der Steuererklärung.


Um die Vorteile des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens zu nutzen, muss jedes Jahr ein neuer Antrag beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt gestellt werden.


Es gibt eine Ausnahme: Pauschbeträge für Menschen mit einer Behinderung, die bereits über das Jahr 2013 hinaus gewährt wurden, werden ohne neuen Antrag bis zum Ende der Gültigkeit des Behindertenausweises weiterhin berücksichtigt.


Wer sich einen Freibetrag hat eintragen lassen, muss im Folgejahr für das abgelaufene Jahr, in dem der Freibetrag galt, unaufgefordert eine Einkommensteuererklärung einreichen. Drei Ausnahmen gibt es von dieser Pflicht:


  • Sie haben einen Behinderten – oder Hinterbliebenenpauschbetrag sich als Freibetrag eintragen lassen.
  • Es hat sich nur die Zahl der Kinderfreibeträge geändert.
  • Ihr jährlicher Arbeitslohn in dem relevanten Kalenderjahr übersteigt als Single nicht 10.700 Euro bzw. bei zusammenveranlagten Ehepaaren / Lebenspartner nicht 20.200 Euro.


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Alle Angaben zum Freibetrag beim Lohnsteuerabzug ohne Gewähr.