Strukturschlüssel / Gefahrentarifstelle

Der Strukturschlüssel ist zur Berechnung der Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung, die Berufsgenossenschaft (siehe Blogbeitrag BG), notwendig.

Im Falle eines Arbeits- oder Wegeunfalls muss die Berufsgenossenschaft zahlen. Es besteht für Unternehmer eine Pflichtmitgliedschaft in der jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft.

Der Strukturschlüssel entspricht dem Gefahrtarif. Er ist aus dem Veranlagungsbescheid oder dem Entgeltnachweis zu entnehmen.

Die Strukturschlüssel sind zu Gefahrtarifstellen zusammengefasst. Sie sind ein Faktor in der Beitragsberechnung. Unter anderem kann es vorkommen, dass Unternehmensteile in verschiedene Gefahrtarifstellen eingeordnet werden. Dies kann man an dem Beispiel eines Elektriker Unternehmens erläutern. Einmal haben wir dort den Elektrikergesellen. Auf der anderen Seite haben wir in der Verwaltung des Unternehmens eine Bürokauffrau sitzen. Man sieht auf den ersten Blick, dass diese beiden Angestellten nicht derselben Unfallgefahr ausgesetzt sind. Deshalb sind sie auch unterschiedlichen Gefahrtarifstellen zugeordnet. Wobei der Elektriker in einen höheren Gefahrtarif eingeteilt ist.

Durch den höheren Gefahrtarif muss auch entsprechend mehr Beitrag an die Berufsgenossenschaft bezahlt werden. Der letztendlich zu zahlende Beitrag wird von der Berufsgenossenschaft berechnet, wobei der Gefahrtarif berücksichtigt wird. Für diese Berechnung wird das Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers zugrunde gelegt.

Bei Zeitarbeitsfirmen gibt es eine Besonderheit. Sie werden nicht alle einer Gefahrtarifstelle zugeordnet, sondern die Mitarbeiter werden in die Gefahrtarifstelle eingeordnet, die dem jeweiligen Einsatzbereich entspricht.

 

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Alle Angaben über Strukturschlüssel / Gefahrentarifstelle ohne Gewähr.