Die Beitragsbemessungsgrenzen 2016

Als Beitragsbemessungsgrenze wird die Einkommensschwelle bezeichnet, ab der das Einkommen eines gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmers beitragsfrei bleibt. Auf das Arbeitsentgelt, das oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, werden keine Beiträge erhoben.

Dabei unterscheidet man Beitragsbemessungsgrenzen für

  • die Kranken- und Pflegeversicherung
  • die Arbeitslosen- und Rentenversicherung und
  • die knappschaftliche Rentenversicherung.

Während die Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und Pflegeversicherung in allen Bundesländern einheitlich ist, unterscheiden sich die Bemessungsgrundlagen der Arbeitslosen- und Rentenversicherung und der knappschaftlichen Rentenversicherung in den neuen und alten Bundesländern.

Im Herbst eines jeden Jahres werden in Anlehnung an die Lohnentwicklung die Grenzwerte neu angepasst. Dabei werden das Bruttoeinkommen mit den diversen Sonderleistungen, wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, berücksichtigt.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2016

Die Beitragsbemessungsgrenze gilt nur für die gesetzlich Krankenversicherten. Wer privat krankenversichert ist, hat mit diesen Grenzwerten nichts zu tun.

Für das Jahr 2016 wurde die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung auf einem Betrag von 4.237,50 Euro im Monat angehoben. Im Vorjahr lag der Grenzwert bei 4.125 Euro.

Setzt man bei einem gesetzlich versicherten Arbeitnehmer ein monatliches Gehalt von 3.000 Euro an, sind 465 Euro als monatliche Zahlung an die Krankenversicherung zu leisten. Würde der Arbeitnehmer 30.000 Euro verdienen, läge der Betrag bei 4.650 Euro. Letzterer Fall würde natürlich zu einer sehr hohen Prämie führen, wobei sich an den Leistungen nichts ändern würde. Um dies zu vermeiden, wurde diese Deckelung der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung eingeführt.

Tipp: Die höheren Krankenversicherungsbeiträge können von der Steuer abgesetzt werden.

Wer gesetzlich krankenversichert ist, kann die gesamten Krankenversicherungsbeiträge geltend machen. Hierbei gilt die Höchstgrenze von 1.900 Euro für Arbeitnehmer, 3.800 Euro für Ehepaare. Selbst wenn Sie als Steuerzahler unter diesen Grenzen liegen, können Sie die Höchstbeträge geltend machen.

Übersteigen die Kosten für die Basisversorgung die Höchstgrenzen, können die tatsächlich angefallenen Kosten der Basiskrankenversorgung angegeben werden. In diesem Fall dürfen die sonstigen Vorsorgeaufwendungen nicht mehr angesetzt werden.

Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung 2016

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich die Grenzwerte für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in Ost und West. Ursache sind die in Ostdeutschland geringeren Durchschnittslöhne, so dass hier die Bemessungsgrenze bei 5.400 Euro pro Jahr liegt. In Westdeutschland beträgt die Beitragsbemessungsgrenze 6.200 Euro im Jahr.

Beitragsbemessungsgrenze knappschaftliche Rentenversicherung 2016

Sind Arbeitnehmer in einem knappschaftlichen Betrieb beschäftigt, oder verrichten überwiegend oder ausschließlich knappschaftliche Arbeiten oder nehmen innerhalb von Arbeitnehmerorganisationen oder Arbeitgeberorganisationen, die berufsständischen Interessen des Bergbaus wahr, ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See zuständig. In 2016 liegt der Beitragssatz bei 24,8%, davon trägt der Arbeitgeber 15,45%, der Arbeitnehmer 9,35%.

Für Ost- und Westdeutschland sind die folgenden Rechengrößen relevant:

Beitragsbemessungsgrenze

West

Ost

Jährlich

91.800 Euro

79.800 Euro

Monatlich

7.650 Euro

6.650 Euro

Kalendertäglich

255 Euro

221,67 Euro