Elektronischer Lohnnachweis ab 2017

Meldeverfahren in der Unfallversicherung ab 2017

Ab dem 1. Januar 2017 ist geplant, schrittweise den elektronischen Lohnnachweis in der Unfallversicherung einzuführen. Arbeitgeber sollen dann die Lohnnachweise auf elektronischem Wege an eine Datenannahmestelle der Unfallversicherungsträger übermitteln.

Ab dem 1. Januar 2019 soll der elektronische Lohnnachweis für alle Betriebe verpflichtend sein, d.h. für das Meldejahr 2018.

Für die Jahre 2016 und 2017 soll neben dem bisherigen Verfahren das neue Übermittlungsverfahren parallel laufen.

Das Verfahren für den elektronischen Lohnnachweis wird durch die systemgeprüften Ausfüllhilfen und Entgeltabrechnungsprogramme unterstützt, baut auf dem DEÜV-Meldeverfahren auf.

Nach Ablauf des Kalenderjahres werden mit dem elektronischen Lohnnachweis die Berechnungsgrundlagen für die Unfallversicherungsbeiträge für das vorhergehende Jahr gemeldet.

Die Meldung muss bis zum 16. Februar des Folgejahres gemeldet werden.

Inhalte des Lohnnachweises:

  • Arbeitsentgelte der Arbeitnehmer, also der Versicherten
  • geleistete Arbeitsstunden
  • zur weiteren Berechnung erforderliche Angaben, wie beispielsweise die Anzahl der Versicherten.

Durchführung des Verfahrens

Vor dem Start erhalten alle Unternehmen eine fünfstellige PIN von ihrem Unfallversicherungsträger. Mit dieser PIN identifizieren sich die Arbeitgeber für das neue Verfahren im entsprechenden Entgeltabrechnungsprogramm. Unterstützend für die Unternehmer erfolgt ein Abgleich der Strukturdaten zu der Veranlagung des Unternehmens.

Bei der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.) wird die Stammdatendatei geführt.

Der automatisierter Abgleich der Meldedaten in dieser Datei soll gewährleisten, dass nur Meldungen übermittelt werden, die mit korrekten Mitgliedsnummern und Gefahrtarifstellen gepflegt sind.