Jetzt Lohnsteuer-Freibeträge für das Jahr 2014 beantragen!

Freibeträge müssen wieder wie vor der Übergangszeit 2011/2012 vom Arbeitnehmer jährlich beantragt werden.

Arbeitnehmer müssen sämtliche antragsgebundenen Eintragungen und Freibeträge (z. B. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) für das Jahr 2014 neu bei Ihrem zuständigen Finanzamt beantragen. Nur wenn dies erfolgt, kann der Arbeitgeber die Freibeträge berücksichtigen. Ein Pauschbetrag für behinderte Menschen und Hinterbliebene
muss nur dann neu beantragt werden, wenn er nicht bereits über das Jahr 2012 hinaus gewährt wurde.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, bietet es sich an, den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2014 aus dem Internet herunter zu laden (https://www.formulare-bfinv.de) und auf dem Postweg zu übersenden.

Nachfolgend haben wir für Sie Informationen zu den Lohnsteuerabzugsmerkmalen zusammengestellt:

Zuständigkeiten / Wer führt künftig Änderungen durch?

A. Finanzamt
Seit dem Jahr 2011 sind die Finanzämter für die Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale (zum Beispiel Steuerklassenwechsel, Eintragung von Kinderfreibeträgen und anderen Freibeträgen) zuständig. Die Änderungen, die bisher durch die Gemeinden vorgenommen wurden, werden jetzt auch von den Finanzämtern übernommen.
Durch den Zuständigkeitswechsel werden folgende Aufgaben auf die Finanzämter übertragen, die bis 2010 von den Gemeinden erledigt wurden:

• Steuerklassenänderungen, zum Beispiel
–    Eintragung der Steuerklasse 2 (zum Beispiel nach Geburt eines Kindes bei Alleinstehenden)
–    Eintragung einer ungünstigeren Steuerklasse, zum Beispiel Steuerklasse 1 statt 3 oder 4
–    Steuerklassenwechsel zwischen 3/5 und 4/4
• Änderungen nach einer Trennung der Ehegatten beziehungsweise Änderungen nach Beendigung der Trennung
• Eintragung von Kinderfreibeträgen
• Berichtigung unrichtiger Lohnsteuerabzugsmerkmale

B. Bürgerbüros der Städte und Gemeinden
Anschriftenänderungen und standesamtliche Veränderungen wie zum Beispiel

• Kirchenein- oder Kirchenaustritt
• Eheschließung und
• Geburt, Adoption oder Todwerden nach wie vor von den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden verwaltet.

Von den Stadt- oder Gemeindeverwaltungen erfolgt eine direkte Datenweitergabe an die Finanzverwaltung zur Änderung der persönlichen Lohnsteuerabzugsmerkmale. Dabei wird im Falle der Eheschließung die Steuerklasse 4/4 unterstellt. Der zusätzliche Weg zum Finanzamt wird nur dann erforderlich, wenn eine andere Steuerklassenwahl (etwa von 4/4 auf 3/5) oder die Übertragung eines Kinderfreibetrages gewünscht ist.

C. Anträge zur Berücksichtigung eines Freibetrages, beispielsweise für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte oder für volljährige Kinder, können Sie seit Oktober 2012 bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen. Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung und Hinterbliebene, die bereits über das Jahr 2012 hinaus gewährt wurden, behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Dies gilt auch für Kinderfreibeträge, wenn bereits ein Antrag zur mehrjährigen Berücksichtigung gestellt worden ist.