Vergütungsmanagement

Der Begriff Vergütungsmanagement ist auch als Compensation Management bekannt. Es handelt sich hierbei um eine strategische Aufgabe im Bereich des Personalmanagements, welche die Vergütungspolitik eines Unternehmens wiedergibt. Das Vergütungsmanagement umfasst die Entwicklung der unternehmerischen Gehaltsstrukturen und die Planung, Verwaltung und Steuerung der Vergütung der Mitarbeiter.

Ziel des Vergütungsmanagements ist es, das Unternehmen konkurrenzfähig zu machen und die Leistungsträger zu gewinnen, zu binden und zu motivieren. Eine ausgefeilte Vergütungsstrategie kann das Unternehmen gegenüber der Konkurrenz positiv platzieren und von der Konkurrenz abgrenzen.

Es geht also nicht darum, den Mitarbeitern weniger zu zahlen, sondern flexibler und fairer zu zahlen.

Spätestens seit der Finanzkrise, die mitunter als Auslöser zu nennen ist, machen sich immer mehr Unternehmen Gedanken über die Optimierung des Lohnsystems. Letztendlich heißt dies. dass die Mitarbeiter als auch das Unternehmen von einem erfolgreichen Vergütungsmanagement profitieren sollen.

Was zeichnet ein erfolgreiches Vergütungsmanagement aus?

Gerade in punkto Entlohnung gehen die Ansichten und Erwartungen der Partner – auf der einen Seite der Arbeitgeber, auf der anderen Seite der Arbeitnehmer – auseinander. Demnach sollte ein Vergütungssystem dieser Reihe von Ansprüchen genügen. Auf der einen Seite soll das Ganze finanzierbar und zum anderen darf es verwaltungstechnisch nicht zu aufwändig und kompliziert sein. Ebenso sind Flexibilität und Fairness zwei wichtige Komponenten. Das heißt, ein erfolgreiches Vergütungsmanagement zeichnet sich durch die folgenden Punkte aus:

  • Einfache und flexible Verwaltung
  • Finanzierbar für das Unternehmen
  • Akzeptiert und verstanden von den Mitarbeitern
  • Motivierend und offen für weitere Möglichkeiten
  • Für beide Seiten fair

Das Vergütungsmanagement kann demnach auch als der „Weg zur gerechten Entlohnung“ bezeichnet werden.

Erwartungen an ein Vergütungssystem

Eine leistungsgerechte Vergütung sollte die Mitarbeiter entsprechend motivieren. Dabei ist es wichtig, herauszufinden und einzuschätzen, unter welchen Umständen und wann, die Entlohnung einem leistungsgerechten Niveau entspricht. Und vor allem muss die Frage geklärt werden, welche und wessen Maßstäbe dem Vergütungssystem zugrunde gelegt werden. 

Variable Vergütungen liegen im Trend

Variable Vergütungen setzen sich immer erfolgreicher durch. Längst ist die Flexibilisierung der Arbeitskosten nicht nur mehr ein Merkmal in den Führungsetagen. Auch die Gehälter und Löhne orientieren sich immer häufiger an der Ertragslage des Unternehmens. Dabei lässt sich die variable Vergütung in leistungs- und erfolgsorientierte Komponenten unterteilen. Somit stehen die Leistung des Mitarbeiters als auch der Erfolg des Unternehmens im Mittelpunkt. Und durch verschiedene Verteilungsschlüssel lässt sich so die Gesamtsumme der Vergütung ermitteln.

Nicht-monetäre Vergütungsanteile

Verschiedene, vollkommen voneinander unabhängige Studien haben ergeben, dass das Gehalt nicht immer der einzige und wichtigste Motivationspunkt der Mitarbeiter ist. Aufgrund dessen setzen sich im Personalmanagement immer öfter nicht-monetäre Vergütungsanteile durch. Diese lassen sich gut in andere Personalinstrumente, beispielsweise dem Leistungsmanagement, integrieren. Doch auch in punkto Mitarbeiterförderung und Maßnahmen der Unternehmenskultur lassen sich diese nicht-monetären Vergütungsanteile anwenden. Als weitere, zusätzliche Instrumente zur Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung sind auch Förderungen, Zuschüsse oder Beratungsangebote als Ergänzung zum Entgelt zu nennen.