Entgeltumwandlung in eine betriebliche Altersvorsoge

Die Entgeltumwandlung ist eine zusätzliche Altersvorsorge zu der gesetzlichen Rentenversicherung. Es wird ein Teil des Bruttobezugs in eine freiwillige Zusatzrente (Entgeltumwandlung) eingezahlt.

Als Umwandlungsmöglichkeit zur Altersvorsorg gibt es z.B. die Direktversicherung, Pensionskasse, Gruppenunfallversicherung sowie Pensionsfonds. Eine Umwandlung kann monatlich oder als Jahres Sonderzahlung bzw. als Einmalzahlung erfolgen.

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer – seit 1.01.2002 – steuerpflichtigen Arbeitslohn in unbegrenzter Höhe in eine Altersvorsorge umwandeln. Steuerfrei oder zumindest pauschal mit 20% besteuert sowie sozialversicherungsfrei bleibt ein Umwandlungsbetrag von max. 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Zusätzlich können Beschäftigte, die erstmalig im Jahr 2005 eine Entgeltumwandlungsvereinbarung abgeschlossen haben, einmal im Jahr zusätzliche € 1.800 steuerfrei umwandeln (§ 3 Nr. 63 EStG). Dieser Beitrag in die Altersvorsorge ist jedoch sozialversicherungspflichtig.

Der Anspruch auf Gehaltsumwandlung besteht für alle Arbeitnehmer, die aufgrund ihrer Beschäftigung Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Bedeutet, dass Arbeitnehmer, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, keinen Anspruch haben. Hierzu gehören ebenfalls geringfügig Beschäftige, die auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet haben.

Das Sozialversicherungsrecht unterscheidet, um welche Art der Entgeltumwandlung es geht. Hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht sind pauschalversteuerte Beiträge in die Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung von Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) finanziert werden, sozialversicherungsfrei.

Hingegen sind Beiträge, die aus Entgeltumwandlung von laufendem Gehalt stammen, in voller Höhe sozialversicherungspflichtig.

Um Sozialversicherungsbeiträge zu sparen, empfiehlt es sich eine Entgeltumwandlung von Einmalzahlungen. Sie bringt Ihnen deutliche Vorteile gegenüber einer Entgeltumwandlung von laufendem Gehalt. Der Arbeitgeber spart zusätzlich auch Lohnnebenkosten.

Der Umwandlungsbetrag verringert das beitragspflichtige Arbeitsentgelt in der Kranken-, Pflege-, Renten-, und Arbeitslosenversicherung, dieses wiederrum wirkt sich auf das Jahresentgelt aus. Wenn ein Arbeitnehmer privat krankenversichert ist und durch eine Entgeltumwandlung unter die Krankenversicherungspflichtgrenze fällt, wird er sofort krankenversicherungspflichtig.

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Alle Angaben über die Entgeltumwandlung in eine betriebliche Altersvorsoge ohne Gewähr.