Verbindliche Auskunft des Finanzamts in Bezug auf noch nicht verwirklichten Sachverhalten


Verbindliche Auskunft des Finanzamts in Bezug auf noch nicht verwirklichten Sachverhalten

Die Finanzämter und das Bundeszentralamt für Steuern müssen Steuerpflichtigen bei der Beurteilung genau bestimmter Sachverhalte eine verbindliche Auskunft erteilen. Steuerpflichtige haben einen gesetzlichen Anspruch auf diese Auskunft, die dem eigentlichen Besteuerungsverfahren vorgelagert ist. Geregelt ist diese Auskunftserteilung im § 89 Abs. 2 der Abgabenordung.

 

Der Steuerpflichtige muss dazu einen Antrag stellen. Die verbindliche Auskunft ist gebührenpflichtig. Damit soll vermieden werden, dass Finanzämter zu viele Anfragen erhalten. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Gegenstandswert, den der Steuerpflichtige selbst zu ermitteln hat. Ist eine Bestimmung des Gegenstandswertes nicht möglich, wird eine Zeitgebühr von 50 Euro je angefangene halbe Stunde berechnet. Jedoch mit dem Gesetz zur Steuervereinfachung 2011 entfällt die Gebühr unterhalb der Bagatellgrenze, die beim Gegenstandswert bei 10.000 Euro und bei der Zeitgebühr bei 200 Euro (Bearbeitungszeit bis zu zwei Stunden) liegt.

 

Der Vorteil der verbindlichen Auskunft liegt darin, dass der Steuerbürger bei wichtigen Geschäftsentscheidungen oder privaten Dingen eine verlässliche Auskunft zu den steuerlichen Auswirkungen einer bestimmten Maßnahme erhält. An diese Auskunft ist das Finanzamt bei der späteren steuerlichen Beurteilung des Sachverhaltes gebunden.

 

Unverbindliche Auskünfte vom Finanzamt bleiben weiterhin gebührenfrei, allerdings besteht dann kein Rechtsanspruch auf Richtigkeit.

Gern beraten wir Sie in allen Fragen rund um die Lohnbuchhaltung. lohndirekt ist seit über 15 Jahren ein verlässlicher Partner bei der Lohnabrechnung und Gehaltsabrechnung. Nehmen Sie gern jetzt  zu unserem Lohnbüro unverbindlich Kontakt auf.

 
Alle Angaben über Verbindliche Auskunft des Finanzamts in Bezug auf noch nicht verwirklichten Sachverhalten ohne Gewähr.