Umlagesatz U1 – Bis Januar den Erstattungs­anspruch wählen

Aufgrund der vielen verschiedenen Änderungen zum Jahreswechsel vergessen manche Arbeitgeber ihr bestehendes Wahlrecht zum Erstattungssatz U1. Zum Jahresbeginn können Arbeitgeber die Höhe des Erstattungssatzes U1 wählen. Wer von diesem Wahlrecht nicht rechtzeitig Gebrauch macht, muss warten.

 

Geld Lupe und Taschenrechner

 

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen werden durch Krankheitsfälle der Mitarbeiter zweifach belastet – zum einen fehlt die Arbeitskraft des Mitarbeiters und zum anderen ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, für die Fortzahlung des Entgelts zu sorgen. Die finanzielle Belastung wird für Unternehmen, die in der Regel nicht mehr als 30 Arbeitgeber beschäftigen, durch das Umlageverfahren U1 abgefedert. Das heißt, im Rahmen dieses Umlageverfahrens U1 wird bei Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers dem Arbeitgeber das weiterhin gezahlte Entgelt bis zu einem bestimmten Prozentsatz von der Krankenkasse erstattet.

Sie möchten mehr Informationen zum Umlageverfahren U1? Dann empfehlen wir Ihnen den Beitrag zur Definition und entscheidende Einzelheiten zur Umlage U1.

 

Erstattungsanspruch bis 29.01.2018 wählbar

Ein Wechsel des Erstattungsanspruchs ist nur zu Beginn eines Kalenderjahres möglich. Dabei muss der Antrag also bis zur Fälligkeit des Januar-Beitrags bei der Krankenkasse eingegangen sein, bis spätestens 29.01.2018.

 

Arbeitgeber haben die Wahl – Umlagesatz U1

Manche Krankenkassen bieten zum Umlageverfahren U1 verschiedene Umlagesätze. Wählt der Arbeitgeber keinen dieser Sätze aus, gilt der allgemeine Umlagesatz für ihn. Dabei wird die Höhe des allgemeinen Umlagesatzes U1 durch die Krankenkassen individuell festgelegt, wodurch Arbeitgeber einen höheren oder einen niedrigeren Erstattungssatz wählen können. Das heißt allerdings auch, dass der Zahlbetrag zum Umlagesatz U1 entsprechend höher oder niedriger ist. Die Erstattungssätze für das Umlageverfahren U1 liegen für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zwischen 40 und 80 Prozent.

Einen Überblick über die verschiedenen Umlagesätze U1 und die entsprechenden Erstattungssätze können Sie in unserem Beitrag “Die Umlagesätze U1 und Erstattungssätze” nachlesen.

 

Berücksichtigung unterschiedlicher Krankheitszeiten

Durch die Wahlmöglichkeit des Umlagesatzes U1 haben Arbeitgeber die Möglichkeit, individuell auf die Krankheitszeiten der einzelnen Mitarbeiter zu reagieren.

 

Beispiel:

Arbeitnehmer Müller war noch nie krank und ist als einziger Mitarbeiter bei der Krankenkasse A angemeldet.

Die Mitarbeiter Schmidt und Meyer sind bei der Krankenkasse B versichert und sind meistens zwei- bis drei Mal pro Jahr krank.

Durch das Wahlrecht hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, für Mitarbeiter Müller und der Krankenkasse A den ermäßigten Umlagesatz U1 auszuwählen. Für die beiden anderen Mitarbeiter, die häufiger krank sind, wählt er entweder den allgemeinen oder den erhöhten Umlagesatz. Denn dieser höhere Umlagesatz führt im Krankheitsfall zu einer höheren Erstattung des Entgelts.

Weitere Beiträge

Outsourcing der Lohn- und Gehaltsabrechnung

Viele Unternehmen geben mittlerweile ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen an externe Dienstleister ab. Outsourcing ist zu einem Begriff geworden, der für Unternehmen und Selbstständige immer häufiger zum Tragen kommt. Warum geben die Firmen ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen ab, lassen sie von anderen Unternehmen erledigen? ... weiterlesen

18. Februar 2019


Abfindungen und die Auswirkungen in der Sozialversicherung

Endet eine sozial­versicherungs­pflichtige Beschäftigung, ist oftmals die Zahlung einer Abfindung damit verbunden. Neben der Abfindungs­höhe ist insbesondere der Zahlungs­grund von Bedeutung, wenn es um die aus der Kündigung ergebenden sozial­versicherungs­rechtlichen Aus­wirkungen geht.... weiterlesen

15. November 2018


Wann zählt die Umkleidezeit als bezahlte Arbeitszeit?

Geben Arbeitgeber ihren Mitarbeiten vor, auffällige Dienstkleidung zu tragen, ist die Umkleidezeit als bezahlte Arbeitszeit zu vergüten – so das BAG in einem aktuellen Urteil... weiterlesen

7. November 2018


Urlaubstage Abrunden? Darf der Arbeitgeber das?

Gerade in flexiblen Arbeitssystemen kann die Abrechnung des Urlaubs sich recht kompliziert gestalten. Bei Arbeitnehmern, die im Schichtbetrieb tätig sind, ist es oftmals tariflich so geregelt, dass sich der Urlaubsanspruch anhand der Schichten errechnet.... weiterlesen

23. Oktober 2018


Rentenreform 2018

Im Hinblick auf die Rente hat die Bundesregierung wichtige Änderungen beschlossen. Dabei soll die Rentenreform dafür sorgen, dass sich die Renten in West- und Ostdeutschland endlich anpassen, die Erwerbsminderungsrente ansteigt und Arbeitgeber bei der Betriebsrente aus der Ertragshaftung entlassen werden.... weiterlesen

13. Oktober 2018


44 Euro-Freigrenze – Berücksichtigung der Versandkosten

Werden die Sach­prämien durch den Arbeit­geber in die Wohnung des Arbeit­nehmers geliefert, liegt mit den Versand­kosten eine weitere Leistung vor, deren Wert in die Be­rechnung der 44-Euro-Frei­grenze einzurechnen ist.... weiterlesen

8. Oktober 2018


LOHNDIREKT

Wir machen es einfach.

Unser Angebot spricht Sie an und Sie möchten eine individuelle Beratung erhalten?
Kontaktieren Sie uns jetzt einfach!

Melden Sie sich jetzt:

0461 / 70 71 555 info@lohndirekt.de

Mo.-Fr. 8-18 Uhr

Oder nutzen Sie unseren komfortablen Rückruf-Service


Unser Rückruf erfolgt während der Geschäftszeiten i.d.R. binnen 20 Minuten.

LOHNDIREKT

Wir haben Sie schon überzeugt?

Fordern Sie jetzt kostenlos Ihr persönliches Angebot an!




Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Rufen Sie uns an: 0461 / 70 71 555 Mo.-Fr. 8-18 Uhr